Navigation und Service des Landkreis Rostock

Springe direkt zu:

Seniorensicherheitsberater

Seniorensicherheitsberater

Flyer des Landkreises Rostock

Straftaten zum Nachteil älterer Menschen

Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl! 

Gerade in der aktuellen Situation kann die Zielgruppe (Generation 60plus) durch Veranstaltungen nicht mehr so gut bis gar nicht erreicht werden. Um dennoch regelmäßig zu informieren und aufzuklären, müssen andere Wege erschlossen werden. 

Immer wieder gelangen Täter durch unterschiedliche Betrugsmaschen an die Ersparnisse ihrer gutgläubigen Opfer. Tricktäter - Männer wie Frauen - rechnen mit der Hilfsbereitschaft, gerade älterer Menschen und nutzen sie schamlos aus! Dabei wenden die Täter vielseitige Tricks an.

Da jeder vollendete Trickbetrug für die Betroffenen neben dem finanziellen Verlust häufig auch eine hohe psychische Belastung darstellt, setzt die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern seit vielen Jahren verstärkt auf die Vorbeugung zur Verhinderung derartiger Straftaten.

Neben regelmäßigen Warnmeldungen und Präventionsveranstaltungen wird seit 2010 das Merkblatt für Geld- und Kreditinstitute an alle im Land befindlichen Privatbanken, Genossenschaftsbanken und Sparkassen zur Sensibilisierung der Angestellten verteilt. Zudem beraten die ehrenamtlich tätigen Seniorensicherheitsberaterinnen und -berater kostenlos zu typischen Gefahrensituationen und stärken somit das Sicherheitsgefühl der älteren Generation.

 

Telefonierender Senior  Am häufigsten verwenden die Täter den klassischen Enkeltrick. Mit den Worten „Rate mal, wer hier spricht.“ oder ähnlichen Formulierungen rufen die Betrüger an, geben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Bekannte aus und bitten kurzfristig um Bargeld. Als Grund wird ein finanzieller Engpass oder eine Notlage vorgetäuscht (Schockanruf), beispielsweise ein Unfall, Auto-, Immobilien- oder Computerkauf. Die Lage wird immer äußerst dringlich dargestellt. Oft werden die Angerufenen durch wiederholte Anrufe unter Druck gesetzt. Sobald das Opfer einwilligt zu zahlen, wird ein Bote angekündigt, der das Geld abholt.
Telefonierende Seniorin Aber auch die sogenannte falsche Gewinnbenachrichtigung, bei dem ein angeblicher Mitarbeiter eines Lotto-, bzw. Glückspielunternehmens, teilweise auch Rechtsanwalt oder Notar) anruft, findet häufig Anwendung. Hier wird den potentiellen Geschädigten ein Gewinn versprochen, jedoch ist vor Auszahlung eine Gebühr fällig. Diese könnte jedoch auch mittels Pay-Safe-Karten, z.B. Amazon Gutscheine, entrichtet werden.
Grafik mit Telefonnummer 110  Eine weitere Masche ist die des falschen Amtsträgers. Hier rufen z.B. angebliche Polizisten beim Opfer an oder stehen vor der Haustür und täuschen z.B. eine Straftat in der unmittelbaren Nachbarschaft vor. Der Angerufene soll gefährdete Wertgegenstände einem vorbeikommenden Kollegen zur Sicherung oder Überprüfung ggf. auf Fälschungsmerkmale oder Fingerspuren, persönlich aushändigen bzw. das Geld direkt überweisen. Im weiteren Verlauf treten unterschiedliche Amtspersonen, wie etwa Staatsanwälte oder Richter auf, welche die Geschehnisse glaubwürdiger machen sollen. Oder es meldet sich ein falscher Microsoftmitarbeiter und benötigt Zugriff auf den Computer um angeblich schädliche Software zur entfernen.

 

Die beschriebenen Vorgehensweisen machen deutlich, wie kreativ die Täter agieren. Die Warnmeldungen und Hinweise der Polizei richten sich daher ausdrücklich nicht nur an die oftmals betroffene ältere Bevölkerung. Auch im Familien- und Bekanntenkreis sollte über Trickstraftaten gesprochen werden, um älteren Verwandten und Bekannten Handlungssicherheit im Umgang mit derartigen Anrufen oder Kontaktaufnahmen zu geben. 

Ob nun Enkeltrick-Anrufe oder dubiose Haustürgeschäfte: der beste Schutz vor diesen und anderen Betrugsmaschen ist miteinander zu reden, sich für den anderen zu interessieren und auch einfach einmal zuzuhören.

 

Grundsätzlich werden folgende Tipps gegeben: 

  • Seien Sie misstrauisch aber nicht ängstlich!
  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.
  • Vergewissern Sie sich, dass der Anrufer wirklich ein Verwandter ist: Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Ihr Eintrag im Telefonbuch ist sinnvoll, damit Freunde und Bekannte Sie erreichen können. Um sich jedoch vor Trickbetrügern zu schützen: Lassen Sie Ihren Vornamen abkürzen, damit Betrüger nicht auf Sie aufmerksam werden!
  • Die Polizei ruft niemals mit der 110 an!
  • Vergewissern Sie sich vor dem Öffnen der Tür, wer zu Ihnen will: Schauen Sie durch den Türspion oder aus dem Fenster, benutzen Sie die Türsprechanlage.
  • Lassen Sie niemals Fremde in Ihre Wohnung!
  • Überlegen Sie sich folgendes, wenn Fremde an der Tür von ihrer Not erzählen: Warum wenden sich diese Leute nicht an eine Apotheke, eine Gaststätte oder ein Geschäft, sondern gerade an mich?
  • Lassen Sie nur Handwerker ein, die Sie selbst bestellt haben oder die von der Hausverwaltung angekündigt wurden. Bezahlen Sie Handwerker nicht in bar, lassen Sie sich eine Rechnung geben.
  • Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen einen Dienstausweis. Prüfen Sie ihn sorgfältig (Druck? Foto? Stempel?) bei gutem Licht und mit der Lesebrille.
  • Rufen Sie im Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt. Lassen Sie dabei Ihre Tür versperrt. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen!
  • Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

 

Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl!

 

Weitere Informationen zum Themenfeld Seniorensicherheit gibt es unter:

Hinweis auf Polizeiberatungsmöglichkeit

 Logo Kriminalprävention www.kriminalpraevention-mv.de

 

Das LKA MV hat zum Thema ein Video erstellt. Dieses kann unter folgendem Link abgerufen werden:

QR-Code Video LKA MV 

Seien Sie achtsam im Umgang mit den vielen Informationen!  

Weitere Tipps und Hinweise

Weitere Informationen und Präventionshinweise zum Themenfeld Trickbetrug sind unter

https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/ zu finden.

 

Einen Überblick über gängige Betrugsmaschen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus finden Sie unter

https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108748/4561686.

 

Rückfragen bitte an:

Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern
Pressestelle
KHK Matthias Rascher

Telefon: 03866/64-8700

E-Mail: presse@lka-mv.de

http://www.polizei.mvnet.de

 

Original-Content von: Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern, übermittelt durch news aktuell

Diese Meldung kann unter https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108748/4684420 abgerufen werden.

Bauchgefühl - Der Enkeltrick

landespolizei-mv

Seniorensicherheit - Polizeiberatung

Seniorensicherheit