Welche Möglichkeiten habe ich. mich ehrenamtlich zu betätigen?

Sie entscheiden, was Sie gern machen würden. Ihre Hilfe wird in vielen Bereichen dankend angenommen. Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu engagieren. bestehen beispielsweise:

  • im sozialen und wirtschaftlichen Bereich

  • im kulturellen und ökologischen Bereich

  • im schulischen und politischen Bereich

  • bei der Feuerwehr und dem Rettungsdienst

  • im interkulturellen und interreligiösen Bereich

  • im Natur-und Umweltbereich

  • im Sport-und Bildungsbereich

  • im Kinder-und Jugendbereich

  • im Senioren-uad Behindertenbereich

Wie viel Zeit brauche ich für ein Ehrenamt und wie lange dauert es?

Alles, was Sie freiwillig machen wollen, richtet sich nach Ihren zeitlichen Kapazitäten und Ihren Interessen und soll auf keinen Fall Ihre persönliche Lebenssituation negativ beeinflussen. Wichtig ist aber, dass Sie sich mit den Verantwortlichen der Ehrenamtsstelle verständigen, ob Sie einmalig, kurz-, mittel- oder langfristig tätig werden wollen. Wer ein Ehrenamt annimmt, kann selbst entscheiden, wie lange die Tätigkeit ausgeübt wird. Es muss kein lebenslanges Engagement sein. Wichtig und fair ist es aber, dass die Beendigung rechtzeitig angekündigt wird, damit sich alle Beteiligten darauf einstellen können.

Muss ich meinen/ meine Arbeitgeber(in) über die Aufnahme eines Ehrenamtes informieren?

Wenn Sie ein Ehrenamt ausüben oder aufnehmen möchten, sollten Sie Ihren Arbeitgeber oder Arbeitgeberin auch darüber informieren. Häufig ist sogar im Arbeitsvertrag festgehalten, dass eine Anzeigepflicht von Nebentätigkeiten besteht. Allerdings sind Sie nicht auf die Zustimmung ihres Arbeitgebers angewiesen, solange Ihr Ehrenamt nicht den Ruf des Unternehmens schädigt oder dem betrieblichen Interesse entgegensteht. Im Falle eines Verbots der ehrenamtlichen Tätigkeit durch Ihren Arbeitgeber oder Arbeitgeberin müsste er oder sie Ihnen eine solche Wirkung nachweisen. Eine Einschränkung Ihres bürgerschaftlichen Engagements durch Ihren Arbeitgeber oder Arbeitgeberin ist möglich, sobald der zeitliche Aufwand ihre berufliche Tätigkeit zu beeinflussen beginnt, z.B. wenn Sie aufgrund Ihres Ehrenamtes zu müde zum Arbeiten sind und deswegen Fehler machen.

Ist ein Ehrenamt trotz Arbeitslosigkeit möglich?

"Üben Sie unentgeltlich eine ehrenamtliche Tätigkeit aus, steht diese der Arbeitslosigkeit nicht entgegen, wenn die Tätigkeit bestimmten Anforderungen genügt. Erkundigen Sie sich hierzu bei Ihrer Agentur für Arbeit. Die ehrenamtliche Tätigkeit steht der Arbeitslosigkeit grundsätzlich zum Beispiel auch dann nicht entgegen, wenn sie 15 Stunden oder mehr wöchentlich umfasst und der pauschalierte Auslagenersatz den Betrag von 200,-€ monatlich nicht überschreitet. " (Bundesagentur für Arbeit: Merkblatt für Arbeitslose Nr. 11)

Welche Tätigkeiten kommen auf mich zu?

In erster Linie hängt Ihr Einsatz von Ihnen selbst ab. Wie und für wen Sie sich engagieren wollen, hängt von Ihren Zielen, Ihren Vorstellungen, Ihrem Können und zeitlichen Möglichkeiten ab. Und natürlich von dem, was Ihnen die Ehrenamtsstellen, Einrichtungen, Vereine und Verbände anbieten können. Ehrenamtsarbeit darf aber niemals zum Ersatz für bezahlte Erwerbstätigkeit werden.

Was wird von mir erwartet?

Eigentlich ist nur wichtig, dass Sie Ihre Aufaabe gern machen. Manchmal ändern sich Interessen mit der Zeit; Überforderung oder die Lust, einmal etwas Neues auszuprobieren, stellt sich ein. Dann sollten Sie rasch reagieren und mit Ihrer Ehrenamtsstelle sprechen, um gemeinsam nach anderen Einsatzmöglichkeiten zu suchen. Die Regeln der Ehrenamtsstelle sind einzuhalten (Datenschutz; Schweigepflicht; sorgfältiger Umgang mit Schlüsseln, anvertrautem Geld, mit Dokumenten, etc.).

Was muss ich können?

Bringen Sie einfach Ihre Stärken und Interessen in Ihr Engagement ein und richten es danach aus. Sie wollen Gutes tun und haben die Möglichkeit dazu. Lösen Sie sich von den Leistungsvorstellungen der Arbeitswelt!  Es ist Ihre wertvolle Freizeit.

Ist eine Testphase möglich. um die Entscheidung dafür oder dagegen zu erleichtern?

Diese Überlegung ist gut und wichtig. Ehrenamt ist immer ein Geben und Nehmen, das allen Beteiligten große Freude bereiten sollte. Selbstverständlich können Sie sich zunächst einen Eindruck verschaffen, indem Sie einfach mal "reinschnuppern". Sprechen Sie dieses Anliegen mit Ihrem Ansprechpartner vor Ort ab. Entspricht die Aufgabe nicht Ihren Vorstellungen, so wird man sicherlich mit Ihnen gemeinsam ein neues Tätigkeitsfeld finden.

An wen kann ich mich bei weiteren Fragen wenden?

Die Benennung des jeweiligen Ansprechpartners wird direkt von der Ehrenamtsstelle voraenommen. Fragen Sie doch einfach Ihren Ansprechpartner nach einer Visitenkarte oder notieren Sie sich dessen Namen und Telefonnummer.

Wie ist der Versicherungsschutz bei einer ehrenamtlichen Tätigkeit?

Das Ministerium für Soziales und Gesundheit hat eine Sammel-Haftpflichtversicherung und eine Sammel-Unfallversicherung abgeschlossen, die ehrenamtlich Tätige versichert. Der Versicherungsschutz besteht für diejenigen Personen. die ihre Tätigkeit in Mecklenburg-Vorpommern ausüben bzw. deren Tätigkeit von Mecklenburg-Vorpommern ausgeht (z.B. bei Exkursionen; die Landesgrenzen überschreitenden Veranstaltungen, Aktionen etc.). Die Sammel-Haftpflichtversicherung greift, im Gegensatz zur Sammel-Unfallversicherung, für Tätigkeiten in rechtlich unselbstständigen Strukturen. Die Vereine, Verbände, Institutionen, GmbHs usw. werden an dieser Stelle also nicht aus ihrer Verantwortung genommen, für den Versicherungsschutz ihrer ehrenamtlichen Unterstützung zu sorgen. Das Versicherungsangebot des Ministeriums für Soziales und Familie wirkt dort subsidiär.

Habe ich die Möglichkeit an Weiterbildungen teilzunehmen?

Sprechen Sie Ihre Ehrenamtsstelle gezielt darauf an, dass Sie sich im Rahmen Ihres Ehrenamtes weiterentwickeln möchten und Interesse an thematisch passenden Angeboten der Ehrenamtsstelle haben. Das Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales unterstützt zudem die "Weiterentwicklung älterer Menschen für bürgerschaftliches Engagement" als SeniorTrainer /in. Auch im Rahmen des Programms "Freiwilligendienst aller Generationen" können ältere Freiwillige umfangreiche Kenntnisse dazu gewinnen.

Was ist, wenn ich krank bin?

Jeder kann krank werden. Machen Sie sich keine Sorgen. Melden Sie es dennoch schnellstmöglich Ihrer Ehrenamtsstelle, damit alle Seiten informiert sind und gegebenenfalls Alternativen gesucht werden können.

Werden mir anfallende Fahrtkosten erstattet?

Die Erstattung von Fahrtkosten, die in Zusammenhang mit Ihrer freiwilligen Tätigkeit entstehen, liegt in der Verantwortung der Organisation/ Einrichtung, für die sie diese Arbeit leisten. Um unnötige Enttäuschungen zu vermeiden, sollten Sie mögliche Leistungen der Ehrenamtsstelle vor Aufnahme Ihres Ehrenamtes abklären.

Kann ich meine ehrenamtliche Tätigkeit jederzeit beenden?

Da ein Ehrenamt auf absoluter Freiwilligkeit beruht, kann dieses auch jederzeit beendet werden. Seien Sie jedoch fair und sprechen Sie rechtzeitig mit der Ehrenamtsstelle, damit diese die Chance hat, sich darauf einzustellen.

Was könnten Gründe für eine Beendigung des Ehrenamtes sein?

Die Entscheidung, das Ehrenamt zu beenden, macht sich keiner leicht. Dennoch gibt es gute Gründe, um sich aus dem Ehrenamt zurückzuziehen. Diese könnten unter anderem gesundheitlicher oder familiärer Natur sein. Manchmal stellt sich auch heraus, dass der persönliche Zeitaufwand doch zu groß ist, man sich überfordert fühlt oder die eigenen Vorstellungen nicht verwirklicht werden konnten.